Karijini N.P. - Broome (Tag 17 bis 22)

Karijini ist bisher der Hoehepunkt unserer Reise! Die erste Nacht haben wir uns noch auf den Tom Price Lookout gestellt und abends mit einem deutschen Paerchen ein schoenes Lagerfeuer gemacht und ein paar Bierchen getrunken. Auf dem Lookout sind lauter beschriftete Steine, die Reisende als Andenken an ihre Verstorbenen dagelassen haben.

Im Park selber sind wir auf dem Dales Campground untergekommen. Keine sanitaeren Anlagen, nur Dump Toilets -  gut das wir unsere eigene dabei haben! :-)

 

Morgens haben wir fuer ein paar Dollar beim Tourist Information Center geduscht und dann ging es ueber 40 km Dirtroad zur Weano Gorge.

 

Der Weg durch die Gorge ist nicht nur steinig und felsig, man muss durch Wasser waten, sich an ueberhaengenden Felsen entlanghangeln und durch enge Schluchten durchzwaengen.

 

Ich hatte teilweise echt schiss abzurutschen und mir was zu brechen! Belohnt wird man am Ende mit "Kermits Pool": Das Wasser kommt direkt aus den roten Steinen in einen gruenen klaren Pool und nach den Strapazen kann man nur noch reinspringen... gefuehlte 6 Grad!

Der naechste Tag war fuer die Dales Gorge reserviert und so sind wir dieses Mal statt zu duschen direkt in eine eiskalt-Gorge gesprungen. Wieder tolle Ausblicke und schoene Wanderpfade.

Nachts sind die Dingos um die Zelte und Vans geschlichen um nach was Essbaren zu suchen und man konnte sie heulen hoeren. Manche haben sich auch tagsueber rausgetraut.

 

Am Donnerstag gings dann weiter Richtung Norden. Uns ist mittlerweile unsere zweite Batterie gestorben, die fuer die Wasserpumpe, Kuehlschrank und die meisten Lichter zustaendig ist. Das Auto ist von innen mit einer dicken roten Staubschicht bedeckt und jeder, den man trifft sieht gut gebrauent aus: der rote "Bulldirt" geht auch mit gutem Schrubben nicht mehr von der Haut ab.

In Port Hedland haben wir erst mal die Batterie gewechselt und ich war mal wieder froh, das alles meinem Australier ueberlassen zu koennen :-) Die Nacht verbracht haben wir auf dem "Pardoo Station Stay" einer Cattle Station, die sich Geld durch die Vermietung von Campingplaetzen dazuverdient. Ausser, dass die Rinder dauernd ueber den Weg gelaufen sind, hat man von der Farm leider nicht viel mitgekriegt. Am naechsten Tag auf dem "Barn Hill Station Stay" wars leider das Selbe: Ueberall nur die so genannten "grey normads", Senioren, die mit ihren Caravans durch Australien ziehen, und keine Cowboys! Dafuer gabs aber direkt am Platz einen Strand und ein Bad im Meer.

Gestern sind wir dann nach Broome gefahren, endlich mal wieder etwas Zivilisation und eine Population von immerhin 14.000! Dafuer ist es aber auch direkt teuerer auf den Campingplaetzen und wild campen geht gar nicht. Nach Ankunft haben wir erst mal ein paar Stunden den Campervan von aussen und innen geschrubbt -  wir wollen ja nicht die Reinigungsfee von 250 Dollar bezahlen und ausserdem durften wir den Camper sowieso nicht offroad nehmen.

In Broome gibt es immerhin zwei Internetcafes. Die Stadt selber scheint ganz nett zu sein aber auch ziemlich dreckig und es gibt relativ viele Aboriginies hier, die auf der Strasse rumhaengen. Gestern waren wir schoen essen und dann hab mit Milka gesprochen, die auch zur Zeit in Broome ist und wie sich rausstellte seit 6 Wochen auf dem selben Campingplatz wohnt und als Kuechenhilfe arbeitet. Wir sind dann abends noch bei ihr vorbeigegangen und obwohl sie ziemlich krank zu sein scheint und sehr viel arbeitet geht es ihr wohl im grossen und ganzen sehr gut hier, sie liebt Broome.

Uns bleiben jetzt noch ein paar Tage in Broome, am 3. geben wir den Camper ab und am 4. fliegen wir nach Darwin. Ich hab mir ueberlegt, im nachhinein die Blogeintraege noch mit Fotos zu illustrieren, im Cafe dauert das einfach zu lange bei meinen Endloseintraegen ist das schon teuer genug!

Gruesse vom 5. Kontinent!

Vera.

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Coral Bay - Karijini N.P. (Tag 11 bis 16)

Wir waren ziemlich froh, als wir Coral Bay endlich hinter uns lassen konnten und uns weiter zum naechsten Nationalpark aufmachen konnten. Der Weg nach Exmouth war ziemlich eintoenig. Auf dem Weg haben wir aber viele Kanguruhs und ein paar Emus gesehen.

 

Wir sind dort in einem sehr schoenen Caravan Park abgestiegen um unsere ganzen elektronischen Geraete aufzuladen - muss ja auch mal sein. Exmouth ist bekannt fuer seine Shrimps und so haben wir extra vor dem Fischladen gewartet bis die Mittagspause um war, nur um zu erfahren, dass bei Vollmond nicht gefischt wird und die tiefgekuehlten Shrimps deshalb schon ein paar Tage alt sind. Das war zwar schade, sie waren aber trotzdem sehr lecker! Von unserem Park aus haben wir schoene Ausfluege in den Cape Range National Park unternommen, wo hinter jeder Ecke eine einsame Bucht liegt, eine schoener als die andere. Man kann dort gut schnorcheln und in Turquoise Bay gibt es eine Stroemung, die darfuer sorgt, dass man genau ueber die Korallen und Fische hinweggezogen wird. Im Gegensatz zum Great Barrier Reef ist das jedoch nur sehr kurzweilige Unterhaltung. Auch im Cape Range gibt es Gorges zu endecken. Leider waren wir auch hier mal wieder ausserhalb der Saison, ich haette so gerne die Schildkroeten gesehen, die hier ihre Eier legen.

Am Samstag sind wir von Exmouth aus Richtung Karijini National Park gefahren. Zum Waesche trocknen hat die Zeit nicht mehr gereicht :-)

 

Tony rechnet die ganze Zeit wie wild rum, wie wir am besten Sprit sparen koennen und wieviel wir verbrauchen und so. Nach langem hin und her koennen wir den Camper jetzt in Broome abgeben und fliegen von dort aus nach Darwin.

Zur Zeit sind wir in Tom Price, einer Minenstadt; wir heute auch eine Tour ueber das Minengelaende gemacht haben.

Sorry, ist heute etwas konfus, aber ich hab leider nicht so viel Zeit, im einzigen Internetcafe am Ort ist es auch dementsprechend teuer!

Kuesschen

Vera.

Kalbarri NP - Coral Bay (Tag 7 bis 10)

Sich den Kalbarri National Park anzusehen, hat sich sehr gelohnt. Wir sind morgens frueh losgefahren und haben so die Mittagshitze vermieden. Davor habe ich aber noch ein nettes Bilder der oertlichen Pelikanfamilie geschossen:

Der Munchinson River fuerht in engen Gorges durch den Park und die Canyons leuchten in wunderbaren Rottoenen. Es gibt dort das "Natures Window" zu sehen und ueber einen 8 km langen Loop Walk geht es ueber Stock und Stein die Gorge entlang runter zum Flussbett und dann wieder herauf.

 

An den Seiten wachsen die fuer West Australien so typischen Wildblumen, obwohl ich mir davon etwas mehr erhofft hatte. Der Pfad war nur wenig ausgeschildert und total ungesichert, das waere etwas fuer den deutschen Alpenverein gewesen! Gut das Winter ist, die Temperaturen sind zwischen 23 und 28 Grad und es sind sehr wenige Touristen unterwegs.

Von Kalbarri sind wir dann weiter nach Sharks Bay gefahren, wo ganzjaehrig die wilden Delfine zu sehen sind. Auf dem Weg kommt man an den Stromatolites vorbei. In Hamelin Pool sieht man steinartige Formationen, die aber Lebewesen sind und noch genauso existieren wie vor Millionen von Jahren - beeindruckend, so ist das Leben entstanden!

Wir haben dann Rast in Denham gemacht, um morgens frueh zur Fuetterung der Delfine in Monkey Mia zu sein. Leider ging es Tony wieder schlechter, so dass wir noch einen Tag laenger in Denham bleiben mussten. Das war Sonntags und ich hab selten so eine kleine tote Stadt gesehen. Super schoen am Wasser gelegen, aber die Bewohner machen gar nichts draus. Tony hat sich hier auch sehr ueber die Unfreundlichkeit der Leute aufgeregt, die sehr untypisch fuer Australien ist. Westaustralien scheint im Allgemeinen den Servicegedanken nicht so verinnerlicht zu haben, wie im Osten und die Leute sind einfach auch so etwas mehr "backwards". Da Tony selber ein Hostel hat regt ihn das natuerlich um so mehr auf.

Mit einem Australier zu Reisen ist jedenfalls unglaublich einfach. Egal wo wir hinkommen, spricht er sofort den ersten Einheimischen an, der ihm ueber den Weg laeuft und fragt, wo es hier den besten Fisch gibt und die beste Moeglichkeit seinen Camper abzustellen. Ich werde sehr verwoehnt und muss mich eigentlich um nichts kuemmern :-)

Uebernachtet haben wir Sonntag Nacht am Denham Lookout, direkt am Meer. Das ist wirklich schoen, wenn man bei Sonnenuntergang kocht und isst und einfach die Natur geniesst. Ich habe selten so spektakulaere Sonnenuntergaenge gesehen wie hier. Am naechsten Morgen haben wir uns den Wecker auf 6.30 Uhr gestellt, damit wir puenktlich zur Delfinfuetterung in Monkey Mia sind. Auf dem Weg zum Campingplatz (wir haben uns eine warme Dusche erschlichen :-)) ist uns dann aufgefallen, dass es erst 4.30 Uhr war... Tony hatte sein Handy noch auf New South Wales Zeit eingestellt! Wir haben uns kaputtgelacht, sind heimlich duschen gegangen und sind die 25 km nach Monkey Mia im Dunklen gefahren. Obwohl das natuerlich etwas gefaehrlich ist, wegen der Kangoroos, die ueberall rumhuepfen.

In Monkey Mia war leider leider der Schalter noch nicht geoeffnet, so dass wir keine Park Fees bezahlen konnten. Nach einem kurzen Schlaefchen gings dann zu den Delfinen, man steht knietief im einkalten Wasser und die Delfine kommen bis auf einen halbe Meter an einen ran. Ich fand das echt nett, obwohl es schade war, dass ich keinen fuettern durfte. Per Lautsprecher wurden die Fruehankommer aufgefordert nun zu bezahlen, was fuer uns natuerlich das Signal zum Aufbruch war denn sonst gibts da nix zu sehen :-)

Von Monkey Mia sind wir ueber Shell Beach (langweilig!) nach Coral Bay gefahren. Hier haben wir gestern mit zwei Englaendern ein paar Bier getrunken und Pizza gegessen, geparkt wurde auf einem Sandfeld ausserhalb der Stadt. Leider hat das dem Ranger nicht gepasst und wir wurden morgens um 7 unfreundlich geweckt. Der oertliche Caravanpark kostet 30 Dollar ohne Stom, das sind etwa 20 Euro. Zum einfach nur parken, ist das echt frech!

Leider ist es im Gegensatz zur Ostkueste echt ein Problem mit dem Parken, da es ueberall aufmerksame Ranger gibt. Jeder moechte hier ein Stueck vom Kuchen abhaben. Haetten wir das gewusst, haetten wir uns wohl keinen so riesen Van mit Dusche und so gemietet, das bringt ja nur was, wenn man sich auch wirklich selbst versorgt. Tony hat also den ganzen Vormittag rumtelefoniert um zu schauen, ob wir das Ding in Broome wieder los werden koennen, anstatt erst in Darwin. Auf der Strecke ist sowieso nicht viel zu sehen. Wir werden also voraussichtlich das letzte Stueck fliegen und am 6. September geht es dann wieder in den freundlichen Osten. Wahrscheinlich ist morgen aber erstmal der Exmouth National Park dran. Das soll es ganz tolle Straende geben und das Schnorcheln lohnt sich selbst im kalten Wasser. Die Saison, wo man mit den Whale Sharks schwimmen kann, ist wohl leider schon vorbei. Ich hoffe ja auf ein paar Wasserschildkroeten :-)

An euch die liebsten Gruesse und bis bald

Vera.

Fremantle - Kalbarri NP (Tag 3 bis 6)

So, nachdem ich jetzt ganz prima Zeit verplempert habe, indem ich versucht habe Fotos hochzuladen, verlege ich mich jetzt doch einfach mal nur aufs schreiben... :-)

Erstmal, herzlichen Dank fuer die zahlreichen Mails, leider habe ich keine Zeit alle zu beantworten. Ich vergesse euch aber selbstverstaendlich nicht!

Mein Reisetagebuch sagt mir, dass wir am Dienstag auf Rottnest Island waren - so schoen!

Die Insel liegt vor Perth und wir haben sie auf dem Fahrrad umrundet. Es gibt dort kleine Beuteltiere namens Quokkas und wunderschoene Straende!

 

Abends haben wir uns dann auf eine Pizza mit zwei Freunden von Tony getroffen.

Mittwoch ging es dann nach Perth rein, um unser Schlachtschiff abzuholen. Zuerst haben wir uns noch die Mint von Perth angesehen, wo das Geld gedruckt wird sowie den Kings Park. Unser Campervan ist riesig und hat alles was ein Happy Camper so gebrauchen kann, sogar Toilette und Dusche.

 

Nachmittags ging es Richtung Norden auf den Brand Highway. Als es dunkel wurde, haben wir uns zu anderen Campern auf einen Parkplatz gestellt und etwas von unserem Rieseneinkauf weggekocht. Es war dann doch ziemlich kalt, aber je weiter wir nach Norden kommen, desto heisser wird es.

Am naechsten Morgen sind wir ziemlich frueh aufgebrochen um uns die Schatten an den Pinnacles anzusehen - total schoen!

 

Dann ging es auf einer langen Strecke weiter zum Kalbarri National Park. Die Strassen sind endlos und leer und ausser ein paar Schafen, Rindern, Wildblumen und roter Erde gibt es nicht viel Spektakulaeres zu sehen. Aber wer braucht das schon?

 

Mit Tony ist es sehr lustig und bisher langweilen oder nerven wir uns noch nicht :-) Leider hat er sich einen Infekt geholt und muss Antibiotika nehmen. Deshalb bleiben wir auch eine weitere Nacht im Park auf einem Campingplatz.

Ich hoffe ich bekomme das mit dem Bildern irgendwie hin, waere doch zu schade, wenn das nicht klappen wuerde!

Viele liebe Gruesse von eurem "happy camper"

 Vera. 

Fremantle, WA (Tag 2)

Tony hat mich am Flughafen abgeholt und es war, wie einen alten Freund nach langer Zeit wiederzusehen - herzlich! Davor stand jedoch noch eine große Hürde, die australische Immigrationsbehörde. Wieder haben sie mich rausgezogen und wieder mußte ich alle möglichen Fragen zu meinem Aufenthalt und meiner Herkunft beantworten - die mögen mich irgendwie nicht aber wenigstens wußte ich dieses Mal, was mich erwartet.

Wir wohnen in einem ganz süßen Hotel, das an einen Irish Pub angeschlossen ist. Den Jetlag merke ich gar nicht, sehr merkwürdig! Heute sind wir auf einem Scooter in Fremantle rumgedüst, haben das "Roundhouse" besucht wo zu Navigationszwecken Kanonenschüsse abgegeben werden und haben eine Tour durchs alte Gefängnis gemacht.

 

Alles läuft hier wie gewohnt locker, das Wetter ist super, 18 Grad und Sonne und auch wenn es anstrengend ist, den ganzen Tag Englisch zu reden und zu hören, schlage ich mich gut! Und es gibt Internet in unserem "Deluxe Room" :-)

Bisher läuft also alles zur vollsten Zufriedenheit! Danke für die ganzen Mails, ich vergesse euch nicht, keine Sorge!

Liebe Grüße

Vera.

Lost in Transfer (Tag 1)

Wer hätte gedacht, dass eine Reise, auf die ich mich so lange freue, dann doch so blöd beginnt? Abschied nehmen am Flughafen.... ich war dann doch sehr froh kein Kamarateam von Vox oder Kabel 1 dabei zu haben! Tina und Nathalie waren so lieb mich bis zur Gepäckkontrolle zu bringen. Dann folgten erst mal Tränen und Panik. Besser wurde es dann im Flugzeug nach den ersten Worten mit meiner Mitreisenden Steffi aus Dortmund, die auch nach Australien fliegt. Im Moment sitzt sie allerdings sehr verzweifelt neben mir weil sie nicht ins Netz kommt mit ihrem Rechner, weshalb ich ihr erst mal meinen Computer anbieten werde. Das ist echt super hier in Singapore, nach einer kurzen Registrierung hat man freien Netzzugang. Das e-Book von Aldi ist aber auch prima, auch wenn die Tasten schon etwas fimschig sind. Danke Mama! :-)

Im Flugzeug hab ich mich erst mal mit zwei Filmen abgelenkt, keinohrhasen und Made of Honor. Danach hab ich Playstation gespielt und bin mal zwischendurch eingeschlafen. Im Flugzeug war es zwar warm, aber die Klimaanlage war so fies eingestellt, dass meine Augen total trocken und rot sind. Der Komfort bei Singapore ist echt hoch und man hat viel Platz für die Beine. Meine andere Sitznachbarin war eine Japanerin, die bei SAP arbeitet.

In eineinhalb Stunden geht es weiter. Bis dahin kann ich noch in Ruhe Nathalies Abschiedsgeschenk auspacken und nen Kaffee trinken... oder ein Bier, man kommt schon durcheinander. Hier ist es viertel vor acht, in Köln viertel vor zwei.

Ich winke euch allen aus der Ferne zu! Vielen lieben Dank noch mal für die tollen Abschiede!! Es viel mir dann zum Schluss so richtig schwer zu gehen.... gut dass der Flug so lange dauert, dann kann ich in Ruhe den Abschied verdauen und anfangen, mich auf Tony und Aussiland zu freuen :-)
 

Küsschen

Vera.