Sick in Port Macquarie (Tag 33 - 36)

Es ist ja schon mal besser, erst nach dem Urlaub krank zu werden, als waehrenddessen... aber trotzdem!

Meine Erkaeltung hat sich zu einer richtigen Grippe ausgewachsen und ich konnte eine komplette Woche gar nichts machen, mir ging es hundsmiserabel. Das sind so die Momente, wo man doch am Liebsten zu Hause waere, die Familie meldet sich taeglich und fragt nach dem werten Befinden, die beste Freundin bringt einem eine Suppe vorbei und die Arbeitskollegen ermuntern einen, sich bloss richtig auszukurieren!

Die chinesische Lady aus dem Laden gegenueber (Tony laesst sich da oefter mal bei Muskelkater massieren) hat bei mir erst mal eine Pulsdiagnose vorgenommen und festgestellt, dass ich zu viel Wind-Hitze habe, die von innen heraus kommt.

Dann wurde ich eine halbe Stunde sehr angenehm massiert und danach hat sie mit Nadeln und Saugnaepfen meinen Koerper bearbeitet und auf meinem unteren Ruecken irgendwas mit Strom gemacht, es hat zumindest ziemlich gekitzelt. Das war jetzt alles in allem nicht nur angenehm und die Stellen, wo die Saugnaepfe sassen, sieht man auch nach vier Tagen noch. Naja, was tut man nicht alles, damit die Energien in geordneten Bahnen fliessen :-) Abschliessend habe ich dann noch chinesische Tees und pflanzliche Kapseln mitbekommen, die gegen die Wind-Hitze helfen sollen. Tatsaechlich geht es mir mittlerweile wieder besser. Dass das an den Tees und Kapseln und Nadeln lag, moechte ich bei dem Geld, das ich dafuer ausgegeben habe, gerne glauben.

Port Macquarie hat sieben Straende und mittlerweile ist es auch warm genug, sich dort hinzusetzen und zu relaxen und zu lesen (Max Goldt und Axel Hacke). Town Beach ist nur einen kurzen Fussweg vom Hostel entfernt.

Im Hostel zu wohnen macht echt Spaß, weil man zwar “zu Hause” ist, aber immer mit neuen Leuten zusammen. Es hat 30 Betten, aber da gerade Winter ist, sind meistens nur zwischen drei und zehn Leuten da. Fuer Unterhaltung ist auch gesorgt, es gibt einen Pooltisch, Fernseher, Playstation, Bibliothek, Internet, Gemeinschaftskueche und einen Swimmingpool.

Es ist relativ ruhig und ich kann mich ja sowieso immer in Tonys Wohnung zurueckziehen, die ein Teil des Hostels ist und wo ich auch wohne. Das Publikum ist international, aber die Deutschen ueberwiegen. Wer Lust hat, kann sich ja mal auf www.reisebine.de Tonys Hostel angucken, Port Macquarie Backpackers, es ist bei den beliebtesten Hostels Australiens auf Platz 1! 

Sobald ich wieder 100% fit bin, werde ich entscheiden, wie lange ich noch hier bleibe. Da nicht Saison ist, wird es schwer, hier einen Nebenjob zu finden und alles, was anspruchsvoller ist, wird hier wohl noch schwieriger zu finden sein. Da werde ich mich die Tage mal mit auseinander setzen. Dazu kommt, dass Tony sein Hostel umbauen will, es soll noch weitere Betten bekommen. Ob dann fuer mich hier noch Platz ist, oder ob ich nicht lieber weiterziehe, entscheide ich dann.

Ich habe mittlerweile eine australische Handynummer, die ich aber nicht so gerne hier posten moechte, das mache ich lieber per Mail. Fotos kann ich jetzt auch in Ruhe einfuegen und hab das bei den letzten Eintraegen noch nachtraeglich gemacht, da bekommt ihr doch noch mal nen besseren Eindruck!

Ich wuensch euch was, meine Lieben, bleibt vor allem gesund :-)

Vera

14.9.08 04:48

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