Ende / Anfang (Tag 345 - 364)

Mein Mantra der letzten Tage: Jedes Ende ist auch immer ein Anfang, bzw. Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

Vor meiner Abreise gab es jedoch noch ein paar Dinge, die ich gerne unternehmen wollte, z.B. die migrierenden Wale vor der Küste zu beobachten und eine Runde auf dem neuen Speedboot zu drehen.


Wir haben Wale gesehen, aber meistens nur aus einiger Entfernung.


Nur dieser hier kam sehr nahe an mich heran :-)

Dann haben wir uns noch um die Restaurierung der Weltkugel gekümmert. Zuerst haben wir ein Loch reingeschnitten um zu sehen, ob das Stahlgerüst noch in Ordnung ist.


Dann wurde die Hülle mit Glasfasern ausgebessert und der ganze Schmutz abgewaschen.


Der schwierigste Teil war dann das neue Bemalen, da die Farbe schon sehr abgekratzt war.

Außerdem sind uns viele Ungenauigkeiten aufgefallen, so dass wir am Ende mit dem Atlas dastanden und alles abgeglichen haben.


Wir haben uns natürlich dementsprechend in Allmächtigkeitsphantasien hereingesteigert und es wurde lange diskutiert ob gewisse Länder nicht ganz von der Erde verschwinden sollten, bzw. ob man Australien und Deutschland nicht räumlich annähern sollte. England und Island wurden von mir komplett neu erschaffen!


Das Ergebnis ist wirklich schön geworden und trägt unserer beider Namen, jetzt muss die Kugel nur noch mittels Kran an ihren ursprünglichen Ort zurückversetzt werden.

Ganz nebenbei habe ich noch mein Auto ohne Verlust und innerhalb von 24 Stunden verkauft, mein Konto leergeräumt und meine letzte Yogastunde abgeturnt. Dann mußten natürlich noch einmal alle unsere Lieblingsrestaurants besucht werden und im Coffee Shop durfte ich die letzten Tage nicht mehr bezahlen.

Jetzt mache ich erst einmal ein paar Tage Urlaub bei Tina - auf der Couch sitzen, Raumschiff Enterprise gucken und die Müdigkeit loswerden. Der Flug war zwar sehr ruhig und angenehm, aber ein bisschen fertig ist man ja danach trotzdem. Heute werde ich mir ein Kleid für Nathalies Hochzeit kaufen und in zwei Tagen geht es auch schon weiter nach Istanbul.

Ich werde oft gefragt, wie es bei mir weitergeht und ob ich in Deutschland bleibe. Bisher ist noch nichts entschieden, erst einmal werde ich sehen, wie ich mich in Köln wieder einlebe und mir frei nach dem australischen Motto “no worries” versuchen, nicht zu viel Stress zu machen.

Mein australisches Jahr war eines der schönsten und ich bin froh und dankbar für die vielen Erlebnisse und neuen Impulse. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, als deutsches Lamm unter australischen Schafen :-) Prädikat: sehr empfehlenswert!

Euch danke ich für 2748 Visits! Vielleicht sieht man sich ja noch einmal in einem anderen Blog zu einer anderen Zeit...

Liebe Grüße

Vera.

11.8.09 16:46

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Morten ausm Pennerboard (11.8.09 21:11)
…hat Spaß gemacht hier mitzulesen. Mach et joot!